07. Januar 2019: Jahreshauptversammlung

7. Januar 2019

Schnell, zuverlässig, motiviert, hoch engagiert und professionell, so wird die Feuerwehr Flintsbach beschrieben.

Diese lobenswerte Beschreibung ist aber keine Eigendarstellung, sondern zusammengefasst die Meinung der Gastredner, die kürzlich die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr besuchten. Zu ihnen gehörten neben Flintsbachs Erstem Bürgermeister Stefan Lederwascher, Kreisbrandrat Erwin Schrank, Kreisbrandmeister Joachim Buchmann, Polizeiinspektionsleiter Josef Mühlbacher oder auch der Bergwachtchef Andreas Langstrass.

Ein Lob, das sich die Floriansjünger allerdings im letzten Jahr hart erarbeiten mussten. Kommandant Jörg Benkel zog Bilanz und stellte fest, dass bei den insgesamt 321 Aktionen 5414 Stunden von den 58 Aktiven geleistet worden sind. Freiwillig, ehrenamtlich und großteils in der Freizeit. Aufgrund der Nähe zur Autobahn standen die Technischen Hilfeleistungen an der Spitze der Einsatzstatistik. Hier erwarten die Einsatzkräfte vielfach große physisch und psychisch belastende Situationen. Demnächst erhält die Feuerwehr ein neues Fahrzeug. Dabei handelt es sich um ein Tragkraftspritzenfahrzeug Logistik (TSF-L). Aufgrund seines Gesamtgewichtes kann das kompakte und wendige Fahrzeug mit dem Feuerwehrführerschein gefahren werden. Dazu musste kürzlich die Fahrzeughalle umgebaut werden, um den notwendigen Platz zu schaffen, großteils in Eigenhilfe – Ehrensache für die Feuerwehrler.

Das Tanklöschfahrzeug (TLF 8/18), Baujahr 1986, bleibt aber weiterhin im Dienst der Feuerwehr. Da es nach 33 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen gehört, wurde es bereits an die Fischbacher Kameraden abgegeben. „Eine Gemeinde, eine Feuerwehr“, sagte Stefan Lederwascher, der die gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Ortsteilfeuerwehren herausstellte, während sich die Fischbacher Kameraden über den Neuzugang hocherfreut zeigten.

Um den brandschutztechnischen Nachwuchs ist es in der Gemeinde ebenfalls gut bestellt, wie Jugendwart Dominik Ralser berichtete. Die 28 Jugendfeuerwehrleute leisteten über 2100 Stunden im letzten Jahr. Neben der Ausbildung wird den Jugendlichen auch ein ausgesprochen interessantes und recht attraktives Rahmenprogramm geboten, wie zum Beispiel der Besuch bei der Flughafenfeuerwehr in Innsbruck oder gemeinsame Grillabende. Während in vielen Feuerwehren nur darüber gesprochen wird, ist die Kinderfeuerwehr in Flintsbach schon zum festen Bestandteil geworden. Um rund 25 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren kümmern sich sieben Betreuerinnen einmal im Monat. Spielerisch werden hier die Kinder an die Aufgaben der Feuerwehr herangeführt, erklärte die Leiterin Barbara Reiter. Ein Erfolgsmodell, um die personelle Zukunft der Feuerwehr zu sichern. Mittlerweile stehen schon wieder vier Kinder auf der Warteliste für eine der begehrten Plätze bei den „Flintsbacher Feuersalamandern“, wie sich die Kinder selbst genannt haben.

Schließlich wurde turnusgemäß nach sechs Jahren Amtszeit ein neuer Vorstand und die Kommandanten gewählt. Die Führungsmannschaft der Flintsbacher Wehr besteht nun aus Jörg Benkel (Kommandant), Josef Schober (Zweiter Kommandant), Alexander Heinisch (Vorsitzender), Georg Obermair (Zweiter Vorsitzender), Dominik Ralser (Jugendwart und Kassier), Barbara Reiter (Leitung Kinderfeuerwehr), Christine Ralser (Schriftführerin), Michael Mayer (Fähnrich) und die Beisitzer Thomas Mayer und Stefan Rainers.

Text und Bild: Volkhard Steffenhagen